Politthriller “Fair Game” ab 28. April auf DVD und Blu-ray
Die patriotische Treibjagd ist eröffnet und das Ehepaar Wilson ist von der Bush-Regierung zum Fair Game – Freiwild – erklärt. Nach der wahren Geschichte deckt Joe Wilson eine Politintrige auf, doch das Weiße Haus dreht den Spieß um und richtet ihn angespitzt auf die Wahrheit.
„Nichts als die Wahrheit“ – Doch wer sich wagt, sie auszusprechen, legt sich als David mit Goliath an. Der “Bourne Identity”-Regisseur Doug Liman verfilmte in Fair Game 2010 brillant die wahre Begebenheit um die Wilson-Affäre, die nach „Recht und Ordnung“ unter den Teppich geschoben worden war. Sean Penn und Naomi Watts brillieren in den Hauptrollen.
Die Wahrheit überführte die amerikanische Regierung der Lüge im Fall des Irak-Kriegs und drohte das blinde Vertrauen in Bush zu kippen. Die Konsequenz: Ein erbitterter Kampf zwischen Zivilcourage und politischer Macht.
Fair Game – Die Handlung
Die amerikanische Bush-Regierung eröffnet den Krieg gegen den Irak. Begründung: Der Irak besitze noch immer Massenvernichtungswaffen. Jedoch weiß der Ex-Botschafter Joe Wilson – der zuvor ins afrikanische Niger geschickt worden war, um die illegalen Waffengeschäfte des Iraks zu erkunden – dass er dort nichts fand und die Kriegserklärung unter falschem Vorwand publiziert wurde.
Um diese unverschämte, politische Intrige aufzudecken, veröffentlicht er seinen Erfahrungsbericht der Mission. Doch das Weiße Haus schlägt zurück und eröffnet das Feuer gegen ihn und seine Frau Valerie. Ihre Identität als CIA-Agentin sowie ihre Kontakte fliegen auf und sie gerät in die Schusslinie.
Botschaft eines Ex-Botschafters
Der Film erzählt die wahre und doch unglaubliche Geschichte um den Ex-Botschafter Joseph Wilson und seine gerade noch sehr erfolgreiche Frau Valerie Plames. Ihre Zivilcourage appelliert an die Verantwortung der Bürger, ihren Regierungen auf die Finger zu schauen.
Der Politthriller zwischen Spionage-Krimi und persönlichem Drama stellt authentisch den Versuch der Bush-Regierung dar, sein denkendes Volk mundtot zu machen. Naomie Watts und Sean Penn verkörpern exzellent ihre lebenden Vorlagen und machen den Film zu einem seltenen medialen Statement mit spannender Unterhaltung und heldenhaftem Plädoyer. Denn die wahren Helden sitzen eben nicht im Weißen Haus.