Die besten Filme aller Zeiten: Die Screwball Komödie
Screwball Komödien sind ein Filmgenre, das vor allem in den 30er und 40er Jahren geprägt wurde. Sie gehören noch immer zu den besten Komödien aller Zeiten.
Die Screwball Komödie bezeichnet ein Filmgenre, das in den 30er und 40er Jahren in Amerika geprägt wurde. Der Begriff „Screwball“ leitet sich aus der Baseballsprache ab, wo er einen unvorhersehbaren Flugball bezeichnet. Dies kann man auf die Filme beziehen. Sie zeichnen sich unter anderem durch ihr rasantes Tempo, vor allem bei den (oft freizügigen) Dialogen der Figuren, unvorhersehbare Wendungen in der Geschichte und sexuelle Anspielungen, aus.
Die Screwball Komödie – nach mehr als 60 Jahren, immer noch aktuell
Das Genre der Screwball Komödie gelangte 1934 (!) zu Prominenz, mit „Es geschah in einer Nacht“. Bei Screwball Komödien stehen zwischenmenschliche Beziehungen im Vordergrund. Als Mantra gilt: Gegensätze ziehen sich an. So treffen hier Mann und Frau, die sich anfangs nicht ausstehen können, aufeinander. Zwischen den Figuren gibt es eine klare sexuelle Spannung, die sich in, für diese Zeit, zum Teil sehr freizügigen Dialogen, entlädt. Man kann sie auch als Sex-Komödie, ohne Sex, bezeichnen.
„Es geschah in einer Nacht“ (1934) (engl. „It happened one Night“)
Der Film von Regisseur Frank Capra gewann den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Bester Hauptdarsteller und Beste Hauptdarstellerin den Oscar. Ellie Andrews (Claudette Colbert) trifft, auf der Flucht vor ihrem reichen Vater ist, der ihre Ehe auflösen lassen will, auf Peter Warne (Clark Gable), der ein arbeitsloser Reporter ist. Dieser erkennt Ellie und wittert eine Chance, mit ihrer Geschichte zu Geld zu kommen. Natürlich kommt alles anders als Gedacht.
„Die Nacht vor der Hochzeit“ (1940) (engl. „The Philadelphia Story“)
Der Film von Regisseur George Cukor, trumpft mit einer damaligen Star-Besetzung auf. Die reiche Tracy Lord (Katherine Hepburn) bereitet sich auf ihre Hochzeit vor, als ihr Ex-Mann, Dexter (Cary Grant), auftaucht. Dexter wird von einem Magazin erpresst und ist gezwungen, zwei Reporter einzuschleusen, von denen einer James Stewart ist. Der Film gilt als Screwball Klassiker. Vor allem die Darstellung von James Stewart, als betrunkener Reporter, Mike Connor, ist legendär. Er wurde mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet.
„Manche mögens heiß“ (1959) („engl. Some like it hot“)
Gangster treffen auf Männer in Frauenklammotten und natürlich auf Marilyn Monroe. Nachdem die zwei Musiker Joe-(sephine) (Toni Curtis) und Jerry (Daphne) (Jack Lemmon) einen Mafiamord beobachten, müssen sie untertauchen. Das tun sie als Frauen verkleidet in einer Frauenband, in der Marilyn Monroe Ukulele spielt und singt. Den Film von Billy Wilder, der mit einem offenen Umgang mit Geschlechterrollen, vor allem für die damalige Zeit, überzeugt, sollte man schon wegen seines legendären Schlusssatzes anschauen: „Nobody is perfect“.
„Eins, Zwei, Drei“ (1961) (engl. One, Two, Three)
Die Komödie von Billy Wilder, spielt im geteilten Berlin. C.R. MacNamara (James Cagney) ist der Chef von Coca Cola in West-Berlin. Er soll auf die Tochter seines Chefs aufpassen, die nichts anderes im Sinn hat, als den jungen Kommunisten Otto (Horst Buchholz) zu heiraten. Nun hat C.R. MacNamara nur ein paar Stunden Zeit, um aus Otto einen perfekten Schwiegersohn zu machen, oder er verliert seinen Job.
„Sein oder Nichtsein“ (1942) (engl. „To Be or Not to Be“)
Ernst Lubitsch hat es 1942 gewagt eine Komödie über den zweiten Weltkrieg, während des zweiten Weltkriegs, zu drehen. Ähnlich wie Chaplins „Der große Dikatator“, überzeugt Lubitschs Film, von dem er später sagte, dass er ihn nicht gemacht hätte, wenn er von den Gräueltaten der Deutschen gewusst hätte, als pointierte, turbulente, einfallsreiche und präzise inszenierte Satire. Muss man gesehen haben.
Wer keine Scheu vor Schwarz-Weiß-Filmen hat, sollte diesen immer noch witzigen Filmen eine Chance geben. Man wird es nicht bereuen.
